Turbo-Boost: Kalender-Wissen

Dieser Beitrag beschreibt das Endziel eines jeden Kalenderrechnen-Anwenders: Das „Kalender-Wissen“. Am besten verstehst du, was damit gemeint ist, wenn du die Wochentagsberechnung mit anderen Fähigkeiten aus deinem Alltag vergleichst.

Wenn du eine Fähigkeit neu lernst, zum Beispiel Lesen oder das Rechnen einfachster Rechenaufgaben wie das kleine Einmaleins, musst du eine gewisse Anstrengung vollbringen, um die Aufgabe zu lösen. Beim Lösen eines Wortes ist der Lese-Anfänger noch gut damit beschäftigt, einen Buchstaben nach den anderen zu erkennen und zu einem Wort zusammenzusetzen. Das Grundschulkind benötigt für eine Rechenaufgabe aus dem kleinen Einmaleins vielleicht noch die Finger und geht im Kopf mehrere Schritte durch, bis es das Ergebnis weiß.

Doch mit einiger Zeit gehen diese Fähigkeiten in Fleisch und Blut über. Nach einigen Jahren Übung ist das Lesen sehr flüssig geworden und einfache Rechenaufgaben können „ohne Rechnen“ gelöst werden, weil die Ergebnisse solcher einfachen Aufgaben schlicht bekannt sind.

Der nächste Schritt besteht darin, dass sich das Gehirn gegen die Ausführung solcher Aufgaben gar nicht mehr wehren kann. Beispiele: Wenn du ein deutsches Wort siehst, dann nimmst du das Wort automatisch wahr und du liest es ganz automatisch; du schaffst gar nicht mehr, ein Wort anzugucken, ohne die Bedeutung des Wortes ganz automatisch zu erfassen. Als Kind hast du dich gefragt, was die Verkehrszeichen bedeuten; als erfahrener Autofahrer nimmst du die Vorfahrtssituation an Kreuzungen automatisch wahr und kannst dich den Verkehrszeichen gar nicht mehr verschließen.

Ist dies auch auf das Kalenderrechnen übertragbar? Ja! Das ist es, was in Bezug auf das Kalenderrechnen.de als „Kalender-Wissen“ bezeichnet wird. Dafür musst du aber schon sehr viel üben, die auf Kalenderrechnen.de vorgestellten Turbo-Boosts und noch einige weitere Techniken beherrschen und die Wochentage binnen Sekundenbruchteilen berechnen können. Im Endeffekt kommt es darauf an, wie schnell du die einzelnen Komponenten der Wochentagsformel (für TT, MM, JJxx, xxJJ etc.) zusammenrechnen und auftretende Siebenen eliminieren kannst. Ein weiterer Faktor, den du in deine Übungen einfließen lassen solltest, ist die Darbietung des Datums: Wenn du ein Datum siehst, verarbeitest du direkt alle Komponenten des Datums gleichzeitig, und du kannst beispielsweise eine Sieben bestehend aus TT und xxJJ eliminieren; wenn du das Datum hingegen hörst (weil dir jemand anders im Gespräch ein Datum sagt), ist es eventuell einfacher, die Komponenten entsprechend ihrer Reihenfolge (also TT, dann MM, dann JJxx, dann xxJJ) abzuarbeiten und aus jeweils zwei Summanden bereits den 7er-Rest zu bestimmen, parallel zum Hören des Datums.

Auch wenn du Kalender-Wissen gezielt üben möchtest, gilt — wie beim Kalenderrechnen generell —, dass Kreativität belohnt wird. Sei kreativ, probiere einige Sachen aus, und finde für dich die passende Lösung, die funktioniert.

Was sind deine Erfahrungen mit solch fortgeschrittenen Techniken? Hast du daran überhaupt Interesse oder reicht es dir aus, mehrere Sekunden für die Wochentagsberechnung zu brauchen? Hast du Tipps für andere Nutzer? Schreibe deine Erfahrungen in die Kommentare!

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