Turbo-Boost: Wende die richtige Fragetechnik an

Das ist mein größtes Geheimnis beim Kalenderrechnen, und nun lüfte ich es.

Wenn ich neue Menschen kennenlerne (z.B. etwas angetrunken auf einer Party), frage ich sie früher oder später nach ihrem Geburtsdatum und sage in fast dem gleichen Moment, auf welchen Wochentag dies Geburtsdatum fällt. (Manche meiner Freunde haben erfolglos versucht, mir das abzutrainieren — sorry!)

Für viele Menschen ist dies ziemlich beeindruckend, und immer wieder werde ich gefragt, wie ich das denn tue. Hier ist die Antwort:

Ich wende einfach eine optimierte Fragetechnik an! Ich habe dies mit mehr als 100 Menschen getestet, und dies ist ein typischer und durchschnittlicher Gesprächsverlauf:

Benny: „Du siehst ja noch mega jung aus, darf ich fragen, wie alt du bist?“

(Bei Frauen immer etwas vorsichtig fragen, siehe dazu auch die Stellungnahme von Moritz Freiherr Knigge zu diesem Thema. Manchmal sind sie jünger als sie aussehen.)

Person: „Ich bin {x} Jahre alt.“

Benny: „Ah krass! Wenn du {x} Jahre alt bist, wann bist du denn dann geboren?“

Person: „Kannst du ja ausrechnen.“

Benny: „{Aktuelles_Jahr – x}?“

(Es könnte auch Aktuelles_Jahr – x – 1 sein, wenn die Person im aktuellen Jahr noch nicht Geburtstag hatte.)

Person: „Ja genau.“

An dieser Stelle bereite ich das gemeinsame Zwischenergebnis für die Schritte 3 und 4 schon vor.

Benny: „Ah krass! Wann in welchem Monat denn?“

Person: „Im {Monat y}.“

An dieser Stelle berechne ich das gemeinsame Zwischenergebnis der Schritte 2, 3, 4 und 5. Fehlt nur noch Schritt 1.

Benny: „Ah krass! Wann denn genau? Also an welchem Tag?“

Person: „Am {z-ten} Tag im {Monat y}.“

Jetzt nur noch kurz das Endergebnis berechnen, was wirklich nicht mehr ist als den 7er-Rest der Summe zweier Zahlen zwischen 0 und 7 zu bestimmen. Das geht im Kopf, ratz fatz.

Benny: „Ah krass! Das war ja ein {Name_des_Wochentags}! Voll cool, ich bin auch am Sonntag geboren! / Voll cool, wenn du am Samstag geboren bist, war das ja gerade rechtzeitig zur Sportschau! / Voll cool, wenn am Freitag geboren bist, hattest du ja gleich Wochenende!“

Ehrlich, genau diese Fragen in dieser Reihenfolge so zu stellen, klappt fast immer. Du hast genügend Zeit, Zwischenergebnisse zu berechnen und deine Antwort vorzubereiten, während du noch sprichst.

Vorsichtig musst du nur sein, wenn dir Daten anschließend „in einem“ genannt werden.

Andere Person: „Ah cool, du kannst den Wochentag ausrechnen? An welchem Wochentag bin ich denn geboren? {TT.MM.JJJJ}?“

Hier kannst du nicht mehr vorbereiten. Du weißt die Antwort nicht sofort? Trotzdem kein Problem, sage einfach: „Habe ich das gerade richtig verstanden? Du meinst diesen Tag in diesem Monat in diesem Jahr?“ und wiederhole das Datum einfach. Schiebe es auf die laute Umgebung oder deine schlechte Ohren, und du gewinnst etwas Zeit beim Rechnen.

Mit dieser App für dein Smartphone kannst du direkt zeigen, dass deine Rechnung stimmt, und sie lässt sich flüssiger und schneller bedienen, als in der Standard-Kalender-App mehrere Jahre zurückzuscrollen.

Jetzt weißt du bescheid.

Welche anderen Kontexte kannst du dir noch vorstellen, wo die richtige „Fragetechnik“ entscheidet? Teile Gedanken in den Kommentaren.

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